Über …

Geboren wurde ich in einer norddeutschen Kleinstadt, die den Charme eines Nordsee-Örtchens hat, nur ohne die Nordsee. In derselben Stadt verbrachte auch Benjamin von Stuckrad-Barre einen Teil seiner Kindheit, wie ich aus einem seiner Bücher erfuhr. Kennen tun wir uns trotzdem nicht, aber ROW hat für mich definitiv mehr Glanz, seit ich davon weiß.

Nachdem meine Mutter mit mir und meiner Schwester der Kleinstadt den Rücken kehrte und hinaus in die große Welt zog, verbrachte ich meine Jugend in Bremen – immerhin schon der Schlüssel zur Welt, wie die Bremer gerne behaupten.  Zwei weitere Umzüge brachten mich zunächst nach Hamburg und dann nach New York, wo ich drei Jahre lang Schauspiel am Herbert Berghoff Studio studierte und endlich aufhörte mit den Beinen unter dem Tisch zu zappeln. Hier lernte ich nicht nur meine darstellerische Seite kennen, sondern auch die Autorin in mir, die mir damals jedoch noch viel zu unglamourös daherkam. Zwar hatte ich schon als Kind Geschichten verfasst und diese als Liebesbeweis an meine Freunde verteilt, aber der Gedanke das Schreiben zum Beruf zu machen, lag mir so fern wie die alte Heimat. Abgesehen davon komme ich aus einem diskussionsfreudigen Haushalt und hatte eine schwere Abneigung gegen alles Verkopfte und vermeintlich Intellektuelle. Schreiben wurde zunächst nur ein Vehikel für die Schauspielerei, denn alles was ich wollte, war, mir die Rolle meines Lebens zu schreiben. Dieser Wunsch resultierte 2009 in den Dreharbeiten zu dem Spielfilm ATME, für dessen Drehbuch ich verantwortlich war, die Hauptrolle spielte und auch die Produktion übernahm. ATME konnte auf den internationalen Hofer Filmtagen einen Achtungserfolg einfahren und war bei dem Filmfestival ACHTUNG BERLIN als bester Spielfilm nominiert.

2013 wandte ich mich einem neuen Bereich zu, dem Schreiben von Hörfilmen für blinde und sehbehinderte Menschen. Neben dem audiodeskribieren von Filmen arbeite ich an einer dystopischen Cli-Fi Trilogie, deren dritter und letzter Teil 2020 veröffentlicht wird. Außerdem unternehme ich ab und an Ausflüge in meinen ersten Beruf, der Schauspielerei.

ChristineHeimannsberg