Lovelybooks Leserpreis

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Nominiert in der Sparte Jugenbuch, wie fein, ich freue mich! Jede weitere Stimme zählt, nur die mit vielen Nominierungen kommen weiter. Wer mit abstimmen / nominieren mag, hier entlang:

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2018/nominierungen/jugendbuch/

Auf „Buch nominieren“ klicken, Titel suchen, draufklicken – fertig. : )

Paris

Paris erinnert mich an New York. Ich dachte immer London wäre die europäische Stadt, die am ehesten vergleichbar wäre, aber das stimmt nicht. Ich habe vier Jahre in New York gelebt und ich liebe die Stadt, ihre Atmosphäre, ihre eigenwilligen Bewohner und den Herzschlag und ich habe nun seit langer, langer Zeit an einem anderen Ort ein ähnliches Grundgefühl gehabt. Verrückt, dass so leicht gewesen wäre mir abzuholen, was ich oft so vermisste, ohne erst acht Stunden fliegen zu müssen. Wie schön, es jetzt zu wissen. Sollte ich zukünftig in anderen Genres schreiben, komme ich hierher um mir Inspiration zu holen. Dystopien passen nicht zu Paris.

Heute ist der letzte Abend unserer ersten Mutter-Tochter-Städtekennenlern-Reise, etwas wehmütig, weil fast zuende, etwas vorfreudig, weil es zuhause auch schön ist und sehr, sehr dankbar für die Erkenntnis, die ich mitnehmen darf.

Zwischen hier und da

Seit ich wieder probe, komme ich weniger zum bloggen. Tatenlos bin ich dennoch nicht. In Lichtgeschwindigkeit rase ich auf den 15. September zu, dem Tag der Buchveröffentlichung, der eine Reise von drei Jahren markieren wird und natürlich trotzdem auch »nur« ein Anfang ist. Der Anfang einer Trilogie z. B., die Geburt, wenn man so will, von etwas das ich noch nicht in Zeiträume fassen kann. Um diesen Tag dreht sich neben den Proben gerade alles. Heute saß ich mit einer wunderbaren Person zusammen, die mir hilft Struktur in die verworrenen Fäden zu bringen. Und je länger wir sprachen, umso mehr kristallisierte sich heraus, wonach ich eigentlich strebe, als Mensch, aber auch als Autorin und Schauspielerin, eigentlich in allen meinen Arbeiten: Wahrhaftigkeit. Ich ertappe mich gerade oft dabei, wie ich sie zu verlieren drohe, z. B. durch Eitelkeiten, wenn ich mir überlege, wie ich mich in der Social Media Welt präsentieren soll/kann/will. Es ist okay eitel zu sein, aber es ist nicht okay sich dahinter zu verstecken, weil man Angst hat, dass das ungeschönte Selbst nicht wertvoll genug ist. Ich möchte echt sein. Ich möchte echten Kontakt mit echten Menschen. On- und offline. Mit meiner Arbeit und in meinem Leben. Und wahrscheinlich werde ich mich noch oft manipulieren und immer wieder Schiss haben. Aber ich nehme es mir vor und starte jetzt. Genau jetzt!

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Fragment: Gelobtes Land

»Du musst sie schlagen, damit sie dich ernst nehmen. Lass dir das gesagt sein. Wenn du zu freundlich bist, tanzen sie dir auf der Nase herum. So wie die da.« Er nickt in meine Richtung. »Wenn ich jemals den Ausweis zum Passieren verloren hätte, weißt du, was mein Vater dann mit mir gemacht hätte?« Weiterlesen „Fragment: Gelobtes Land“

Alte Heimat

Windig und ein bisschen wild, frisch und grün. Die Sonne steht höher. Die Luft riecht anders.  Der Slang, vertraut, als wäre ich immer hier. Steckt alles in mir drin, verpackt in Kisten der Erinnerung, die aufpoppen, sobald ich in den Norden komme, und sich schließen, wenn ich ihm den Rücken kehre. Weiterlesen „Alte Heimat“

Kroatien, 1

Ich fahre in den Urlaub, um zu schreiben. Meine Herzensfreundin S. regte an, ich könne doch auch mal nix tun, aber der einzige Sinn an den Strand zu gehen besteht für mich darin, endlich meine Ruhe zu haben. Nicht, das ich das türkisfarbene Meer und die Sonne verschmähen würde, aber während der Rest der Familie herum schnorchelt, oder auf Luftmatratzen dahintreibt, hocke ich in merkwürdigen Positionen im Schatten – Po in der Luft, Kopf über das Heft gebeugt; mit angezogenen Knien, das Heft auf den Oberschenkeln balancierend; verknotet vor der Kühlbox, die als Tisch dient – es ist sau-unbequem, macht aber glücklich. Weiterlesen „Kroatien, 1“