Selfpublishing Day

architecture-3309203_1920Ich habe gewonnen. Ich gewinne nie und jetzt habe ich etwas gewonnen. Ein Ticket für die Selfpublisher Days im Mai. Ich sah die Ausschreibung, dachte »Knorke, genau das, was ich brauche« und habe mitgemacht. Schließlich plane ich selbst, als Selfpublisherin zu veröffentlichen und was wäre gescheiter, als eine Messe mit Profis zu besuchen, die meine Wissenslücken schließen können? Auf das Datum habe ich gar nicht richtig geachtet, irgendetwas mit Mai, mein Gehirn hat den 30. dazu fabuliert, »passt schon«, hab ich gedacht und das ich ja sowieso nie etwas gewinne. Zumindest nicht bei Preisausschreiben. Aber nun habe ich gewonnen, mich entsprechend gefreut und dann festgestellt, dass ich keine Zeit habe. Der Selfpubisher Day ist nämlich am 26. Mai und nicht am 30. Und da kann ich nicht. Gar nicht. Auch nix schieben.

Zunächst gefror ich in Scham (Oh Gott, dass muss ich denen jetzt ja sagen, wie peinlich!), dann fragte ich zwei Autorenkolleginnen, ob die statt meiner gehen möchten, aber die können auch nicht. Schließlich überwand ich mich und beichtete den Ausschreibern, dass ich nicht damit gerechnet habe zu gewinnen und nun leider dankend ablehnen muss. Fanden die jetzt auch nicht so tragisch, man nimmt sich dann halt doch immer wichtiger, als man ist. Nun darf jemand anderes dort hin. Ich habe derweil gleich noch einige weitere Preisausschreiben mitgemacht, den Lauf gleich ausnutzen! Das Schloss nehme ich auch. Ehrlich, ohne Wenn und Aber!

Alle Jahre wieder…

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber seit sechs Wochen könnte ich im Stehen einschlafen. Nachdem ich kurz besorgt war, ich könnte einer schweren Krankheit erlegen sein (normalen Schnupfen halte ich grundsätzlich für ausgeschlossen, zu wenig „on the edge“, zu wenig Drama!), fiel mir jetzt auf, dass ich letztes Jahr zur selben Zeit auch unter dieser erschlagenenden Müdigkeit litt und das Jahr davor auch. Dank meiner Herzensfreundin Sigi führe ich ein 10-Jahre-Tagebuch, in dem jeder Tag des Jahres in zehn Zeilen untereinander steht und ich so täglich lese, was ich genau an diesem Tag vor einem, zwei und so weiter Jahren dachte und fühlte. Plötzlich werden Muster erkennbar, die man sonst vergessen würde. Weiterlesen „Alle Jahre wieder…“

Okay, einatmen, entspannen und los…

… oder auch warum ich mich mit Hypnose beschäftige.

Ich würde gerne die Kontrolle haben. Immer. Möglichst. Möglichst immer. Das macht mich sehr anfällig für jede Art von Selbstoptimierungs-Literatur wie „The Secret“, „Der Weg des Künstlers“ oder „Du kannst alles schaffen, was du willst“. Wobei letztes meines Erachtens einen Fehler im Titel beinhaltet, denn unser Unbewusstes überwiegt angeblich mit 95 % den Anteil unseres bewussten Bewusstseins deutlich, wo sich aber wiederum die Willenskraft befindet. Im Unterbewussten sitzt dafür unser Glaube, also das, was wir als wahr empfinden. Und wenn der Glaube was anderes denkt, als der Wille will,  dann hat der Glaube schon gewonnen, bevor es in den Boxring geht. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht, wenn ich meinen neuesten Selbstoptimierungsbüchern glauben darf (und natürlich will!), denn auch das Unterbewusstsein ist beeinflussbar. Und zwar mit Hypnose. Fremdhypnose, Selbsthypnose, total wurscht, Hauptsache man befindet sich in einem tranceähnlichen Zustand und hat ein paar knackige Suggestionen parat, die das Unterbewusstsein auf Spur bringen.  Deswegen schreibe ich jetzt einen Blog. Weil mein Unterbewusstsein meinem Bewusstsein sagt, das dieses das jetzt bitteschön wollen soll. Also tu ich es. Jetzt. Hier. Tada.