Steine, die den Weg verschönern

Ist gibt diesen Spruch, angeblich von Woody Allen: „Die Ehe ist der Versuch zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte.“ So ungefähr fühlt sich gerade das Verhältnis zu meiner Buchveröffentlichung an. Es kommen Herausforderungen des Weges, von denen ich keine Ahnung hatte, dass es sie gibt. Weiterlesen „Steine, die den Weg verschönern“

Muße, die

Wer küsst besser, die Muse oder die Muße?

Sie haben auf jeden Fall sehr unterschiedliche Temperamente, denn während die Muse das Gemüt eines Klammeräffchens hat und feuchte, penetrante Küsse verteilt, so ist die Muße doch eher gemütlich. Erst mal Kaffee trinken. Dann vielleicht noch ein Stück Zwetschgenkuchen. Dann ein Küsschen. Worum geht’s noch mal? Ach ja, Buch veröffentlichen. Gemach, gemach, draußen scheint die Sonne, der See ist warm, die Freunde nett. Musst dich ja auch noch vom Theaterspielen erholen, so eine Aufregung! Aber das Cover ist schön, danke Jessica, da hast du mir einen Haufen Stress von den Schultern genommen.

Derweil scharrt Band 1 ungeduldig mit den Hufen, schnaubt, bereit, sich hinauszustürzen aus der Dunkelheit des Laptops, raus, raus, raus, macht Platz! Band 2 hockt etwas beleidigt im Sessel rum, drei Kapitel hängen noch im Notizbuch fest, das Letzte sogar noch im Kopf der Autorin. Geht’s hier mal weiter? Zack, klammert die Muse sich an meinem Hals fest, die Muße beruhigt: Gemach, gemach, jetzt ist erst mal Band 1 dran. Die Muse schleckt mir über das Gesicht und flüstert: »Jetzt, jetzt, so lange die Leidenschaft noch warm ist.« Ich atme durch, schüttel der Muße die Hand, etwas fester, damit sie nicht gleich wieder abhaut, schiebe die Muse sanft, aber bestimmt von mir und kremple die Ärmel hoch. Und da vernehme ich ein leises Kichern aus der hintersten Ecke meines Gehirns. Band 3 macht sich bereit für ihren Auftritt.

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Zwischen hier und da

Seit ich wieder probe, komme ich weniger zum bloggen. Tatenlos bin ich dennoch nicht. In Lichtgeschwindigkeit rase ich auf den 15. September zu, dem Tag der Buchveröffentlichung, der eine Reise von drei Jahren markieren wird und natürlich trotzdem auch »nur« ein Anfang ist. Der Anfang einer Trilogie z. B., die Geburt, wenn man so will, von etwas das ich noch nicht in Zeiträume fassen kann. Um diesen Tag dreht sich neben den Proben gerade alles. Heute saß ich mit einer wunderbaren Person zusammen, die mir hilft Struktur in die verworrenen Fäden zu bringen. Und je länger wir sprachen, umso mehr kristallisierte sich heraus, wonach ich eigentlich strebe, als Mensch, aber auch als Autorin und Schauspielerin, eigentlich in allen meinen Arbeiten: Wahrhaftigkeit. Ich ertappe mich gerade oft dabei, wie ich sie zu verlieren drohe, z. B. durch Eitelkeiten, wenn ich mir überlege, wie ich mich in der Social Media Welt präsentieren soll/kann/will. Es ist okay eitel zu sein, aber es ist nicht okay sich dahinter zu verstecken, weil man Angst hat, dass das ungeschönte Selbst nicht wertvoll genug ist. Ich möchte echt sein. Ich möchte echten Kontakt mit echten Menschen. On- und offline. Mit meiner Arbeit und in meinem Leben. Und wahrscheinlich werde ich mich noch oft manipulieren und immer wieder Schiss haben. Aber ich nehme es mir vor und starte jetzt. Genau jetzt!

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In the jungle – Willkommen in der Welt der Selfpublisher

Mir qualmt der Kopf. Seit gut drei Wochen begebe ich mich tiefer und tiefer in den Selfpublisher-Marketing-Dschungel und es ist keine Ende in Sicht. Ein Artikel führt zu sechs anderen, die haben wieder fünf weitere Unterthemen etc., etc. Manche sind sehr lustig, also im Sinne von unfreiwillig komisch. So hat eine Seite z. B. eine gute Textaufmachung, aber der Typ auf dem Foto sieht dafür wie aus der Muppetshow aus. Weiterlesen „In the jungle – Willkommen in der Welt der Selfpublisher“

Fragment / GELOBTES LAND

Unter meinem Fuß knackt es. Alarmiert halte ich inne und blicke nach unten. Auf dem staubtrockenen Boden liegt ein zerbrochener Zweig. Der Sturm letzte Woche muss ihn herübergeweht haben. Es ist das erste Mal, dass ich außerhalb eines Marktages in das geräumte Dorf komme und das Herz schlägt mir bis zum Hals. Manchmal suchen die armen Leute in den leeren Markthallen nach Resten; nach Getreidekörnern am Boden oder vergammeltem Gemüse mit einer ordentlichen Ecke. Weiterlesen „Fragment / GELOBTES LAND“