Kroatien, 1

Ich fahre in den Urlaub, um zu schreiben. Meine Herzensfreundin S. regte an, ich könne doch auch mal nix tun, aber der einzige Sinn an den Strand zu gehen besteht für mich darin, endlich meine Ruhe zu haben. Nicht, das ich das türkisfarbene Meer und die Sonne verschmähen würde, aber während der Rest der Familie herum schnorchelt, oder auf Luftmatratzen dahintreibt, hocke ich in merkwürdigen Positionen im Schatten – Po in der Luft, Kopf über das Heft gebeugt; mit angezogenen Knien, das Heft auf den Oberschenkeln balancierend; verknotet vor der Kühlbox, die als Tisch dient – es ist sau-unbequem, macht aber glücklich. Weiterlesen „Kroatien, 1“

Ne Seite pro Tag, oder auch alle zwei

Gar nicht so einfach, mit „A page a day“, irgendwie grätscht mir das Leben immer dazwischen. Dennoch ist es eine Herausforderung, die ich soweit wie möglich über den Sommer beibehalten will – eine Möglichkeit den inneren Kritiker mal auf die Ersatzbank zu schicken. Die tägliche Seite ist unzensiert und unüberarbeitet, dafür ohne Druck und ohne Perfektionsanspruch. (Den ich sowieso für überbewertet halte. Perfektion gibt’s nicht.)

Und dabei heraus kommt dann so etwas:

Ein greller Strahl von Sonnelicht
der Morgen hier, der Frühling nicht
zu kalt, zu hell, zu wenig Blüten
die Füße kalt, das Herz am wüten

Doch hab Geduld, dort kommt er schon
der Spring award, der Sonnensohn
trägt dich davon mit seiner Laune
fegt aus dem Kopf das dunkle Geraune

Jetzt bist du hell,
kannst dich nicht wehr’n
schlägst mit den Flügeln
und das zu gern.

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Okay, einatmen, entspannen und los…

… oder auch warum ich mich mit Hypnose beschäftige.

Ich würde gerne die Kontrolle haben. Immer. Möglichst. Möglichst immer. Das macht mich sehr anfällig für jede Art von Selbstoptimierungs-Literatur wie „The Secret“, „Der Weg des Künstlers“ oder „Du kannst alles schaffen, was du willst“. Wobei letztes meines Erachtens einen Fehler im Titel beinhaltet, denn unser Unbewusstes überwiegt angeblich mit 95 % den Anteil unseres bewussten Bewusstseins deutlich, wo sich aber wiederum die Willenskraft befindet. Im Unterbewussten sitzt dafür unser Glaube, also das, was wir als wahr empfinden. Und wenn der Glaube was anderes denkt, als der Wille will,  dann hat der Glaube schon gewonnen, bevor es in den Boxring geht. Hört sich kompliziert an, ist es aber nicht, wenn ich meinen neuesten Selbstoptimierungsbüchern glauben darf (und natürlich will!), denn auch das Unterbewusstsein ist beeinflussbar. Und zwar mit Hypnose. Fremdhypnose, Selbsthypnose, total wurscht, Hauptsache man befindet sich in einem tranceähnlichen Zustand und hat ein paar knackige Suggestionen parat, die das Unterbewusstsein auf Spur bringen.  Deswegen schreibe ich jetzt einen Blog. Weil mein Unterbewusstsein meinem Bewusstsein sagt, das dieses das jetzt bitteschön wollen soll. Also tu ich es. Jetzt. Hier. Tada.