Feuer und Aufwind

Mit das merkwürdigste am Schreiben ist ja das Alleinsein. Zumindest in der realen Welt alleine. Im Hirn und auf dem Papier ist ja eine Menge los und durchaus auch mal Getümmel. Umso inspirierender ist es, wenn sich Synergien bilden. So wie es mir vor wenigen Tagen passiert ist. Thema war das Cover meines ersten Bands der GL Trilogie, welches ich bereits entworfen hatte, aber nicht selber professionell umsetzen kann, da zwei Semester Kommunikations-Design für so etwas eben doch nicht ausreichen. Losgezogen bin ich also mit dem Wunsch ein Cover zu bekommen, zurückgekommen bin ich mit einem springendem Herz, dem Kopf voller Ideen und einem Team an Unterstützern. Da macht man sich Gedanken, wie man dieses oder jenes lösen könnte und letztlich gibt es immer nur einen Weg: Raus gehen und sich mitteilen. Eigentlich weiß ich das schon lange, warum vergisst man die klugen Sachen so oft? Nun also zur allgemeinen und eigenen (!) Erinnerung: Jeden Tag einen Schritt gehen und an manchen Tagen gibt’s dafür einen Quantensprung. Oder wie mein Mann zu unserem kleinen Sohn zu sagen pflegte: »Kein Tag ohne Beute!«

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Selfpublishing Day

architecture-3309203_1920Ich habe gewonnen. Ich gewinne nie und jetzt habe ich etwas gewonnen. Ein Ticket für die Selfpublisher Days im Mai. Ich sah die Ausschreibung, dachte »Knorke, genau das, was ich brauche« und habe mitgemacht. Schließlich plane ich selbst, als Selfpublisherin zu veröffentlichen und was wäre gescheiter, als eine Messe mit Profis zu besuchen, die meine Wissenslücken schließen können? Auf das Datum habe ich gar nicht richtig geachtet, irgendetwas mit Mai, mein Gehirn hat den 30. dazu fabuliert, »passt schon«, hab ich gedacht und das ich ja sowieso nie etwas gewinne. Zumindest nicht bei Preisausschreiben. Aber nun habe ich gewonnen, mich entsprechend gefreut und dann festgestellt, dass ich keine Zeit habe. Der Selfpubisher Day ist nämlich am 26. Mai und nicht am 30. Und da kann ich nicht. Gar nicht. Auch nix schieben.

Zunächst gefror ich in Scham (Oh Gott, dass muss ich denen jetzt ja sagen, wie peinlich!), dann fragte ich zwei Autorenkolleginnen, ob die statt meiner gehen möchten, aber die können auch nicht. Schließlich überwand ich mich und beichtete den Ausschreibern, dass ich nicht damit gerechnet habe zu gewinnen und nun leider dankend ablehnen muss. Fanden die jetzt auch nicht so tragisch, man nimmt sich dann halt doch immer wichtiger, als man ist. Nun darf jemand anderes dort hin. Ich habe derweil gleich noch einige weitere Preisausschreiben mitgemacht, den Lauf gleich ausnutzen! Das Schloss nehme ich auch. Ehrlich, ohne Wenn und Aber!