Ausverkauf! Ausverkauf! Ausverkauf!

(An dieser Stelle kommen Trommelwirbel und eine Fanfare)

Die ersten beiden Romane der „Gelobtes Land“ Trilogie ziehen um. Jawohl, richtig gelesen. Und zu einem ordentlichen Umzug gehört auch ein neuer Look, denn eine neue Wohnung ist wie ein neues Leben. Oder so ähnlich. Und wer schon mal umgezogen wird, der weiß, dass man vorher aussortiert – Klamotten, Platten (Kennt ihr nicht? Macht nichts, war vor eurer Zeit – bedeutet aber Musik auf Tonträger), Bücher etc. Das heißt, dass 10 Restexemplare mit “altem“ Design von GLOOV, dem zweiten Band, für 11,45 € statt für 13,95 € zu haben sind. Wer noch eine Widmung darin möchte, bekommt sie auch. Oben drauf! Schreib mir einfach über Kontakt eine Nachricht und ich walte nach dem first come, first served Prinzip. Auf die Plätze, fertig, los!

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K-3 oder „Kack nicht in dein Wohnzimmer“

Danke an Dr. Eckart von Hirschhausen für diesen schönen Satz! Ich habe etwas gebraucht, um zu entscheiden, ob dies der Anfang meines Blogbeitrages oder das Fazit werden soll, aber vielleicht wird es ja auch beides.

Was ist passiert? Eigentlich das, was schon seit dreißig Jahren bekannt ist: wir steuern auf einen Abgrund zu. Wer jetzt genervt aufhören will zu lesen: tu es nicht. Denn wir sind nicht hilflos! Im Gegenteil, wir haben die einzigartige Möglichkeit den Lauf der Dinge zu gestalten. Wir können Superhelden werden! Du, ich, wir alle. Das habe ich in den letzten zwei Tagen gelernt, auch wenn die Speaker – Wissenschaftler, Klima-Experten und Meteorologen das vielleicht weniger polemisch sagen würden. Denn Zukunft ist gestaltbar – auf jeden Fall für uns, die wir in einem freien, friedlichen, demokratischen System leben. Das Glück haben nicht alle und alleine deswegen sollten wir es als unsere Pflicht empfinden, in den Anzug zu steigen, das Cape umzubinden und uns voller Inbrunst in die Rettung der Welt zu stürzen. Ah, ah, ah, nix da. Keine Ausreden. Geht nicht, gib’s nicht mehr! Ich habe zwei Tage Experten und Wissenschaftlern zugehört und wenn es noch den kleinsten Zweifel in mir gab, dass es doch alles nur eine Zeitungsente ist und der Klimawandel „gar nicht so schlimm ist“, so sind diese nun beseitigt. ES GIBT KEINE DRINGENDERE HERAUSFORDERUNG FÜR UNS MENSCHEN. Basta.

Aber Herausforderungen sind bekanntlich dafür da, sie zu überwinden.

Also beginnen wir doch mal damit uns zu fragen, in was für einer Welt wir leben wollen. Das wäre nämlich die Voraussetzung für’s Gestalten. Okay, ich fange an: Ich möchte in einer Welt mit viel Grün um mich herum leben. Ich möchte auf meinem Weg nach Hause um fünf Uhr Morgens von einem Fest mit guten Freunden, Musik und Tanzen die Vögel zwitschern hören, und zwar so laut, dass sie mich nerven. Ich möchte in meinen Lieblingsgroßstädten atmen können und auf den Bordsteinkanten sitzend gute Unterhaltungen führen ohne Gefahr zu laufen von einem SUV oder einem Kleinbus umgemäht zu werden. Ich möchte bequem von A nach B gelangen in leisen, sauberen, pünktlich fahrenden emissionsfreien Verkehrsmitteln, die wie ein feingetuntes Uhrwerk organisiert sind. Ich möchte irgendwann Oma werden und mit meinen Enkeln im See schwimmen und dabei Fische beobachten. Ich möchte … (hier kommst du ins Spiel).

Dies sind Ideen, die mir spontan kommen. Wie großartig kann also die Zukunft sein, die wir noch genauer, noch detaillierter planen? Es ist jetzt die Zeit große Entwürfe an die Wand zu werfen. Nicht morgen und schon gar nicht in zehn Jahren. WIR, nicht DIE. Nur wenn wir wissen, was wir wollen, wissen wir auch, wen wir wählen können, wer am ehesten unsere Ideen umsetzt. Wir wissen dann auch, auf wen wir sauer sein sollten. Und ja, Wissen ist Macht!

Und während wir visionieren, fangen wir an, Teil des großen Plans zu werden. Ich gebe mal ein paar Vorschläge für den Anfang, die keinem weh tun: Zweimal die Woche auf Fleisch / Wurstwaren verzichten, einmal die Woche das Rad statt den Wagen benutzen (für die, die immer das Auto nehmen), coole Secondhand Läden ausfindig zu machen, die besten Tipps für faire Kleidung mit den Freunden austauschen… (Erweitere die Liste nach belieben). Im Einzelnen sind dies kleine unscheinbar daherkommende Handlungen, in der Masse ist es der Beginn einer Transformation. Und das ist es, was wir brauchen. Wird das schlimm? Nicht, wenn wir selber Teil der Umgestaltung sind. Anders, aber nicht zwangsläufig schlimm. Was aber mit hundertprozentiger Sicherheit zu einem schlimmen Ergebnis führt, ist die Alternative – weitermachen wie bisher. Dann war’s das mit dem Urlaub auf Sylt. Für. Immer. Das wird einigen wurscht sein, aber wenn die Sylter, plus ganz Ost- und Nordfriesland, plus Hamburg, plus Bremen, plus den Niederländern dann in Bayern wohnen möchten, weil ihr Zuhause sich in Atlantis verwandelt hat, dann werden wir das merken. Jeder von uns.

Hier die Metapher, die Herr Hirschhausen auf dem Kongress benutzte: Er fragte, ob es irgendjemand im Publikum gäbe, der regelmäßig in sein Wohnzimmer, in seinen „Livingroom“, kackt. Natürlich keiner. Nicht in den kleinen, innerhalb unseres Hauses, unserer Wohnung. Aber unsere Welt ist unser großer Livingroom. Wir haben keinen anderen. Außerhalb unserer Erde sind wir am Arsch, um mal bei der Metapher zu bleiben. Und so, wie wir niemals unser heimisches Wohnzimmer beschmutzen würden, müssen wir aufhören das große zu beschmutzen. Nicht für irgendjemanden. Sondern für uns. Um uns selber zu retten. Unsere Kinder. Unsere Haustiere. Das, was wir lieben. In anderen Worten: Let us be heros for more than one day! Und das belasse ich als mein Fazit.

Lesetipps: Das Magazin „Future Zwei“, sowie George Marshalls Buch: „Don’t even think about it: Why our Brains are wired to ignore climate change“. Wer sich für den K3 Klimakongress interessiert, hier der Link: https://k3-klimakongress.org/

 

Der Feind in mir

Nachdem mich vorgestern die Enttäuschung nicht auf der Longlist des Selfpublishing Preises zu stehen unfein pikste und ich überlegte ab sofort nie wieder zu schreiben, weil eh alles total bekloppt ist, und ich NIE dahin komme, wo ich hinwill, hat sich mittlerweile eine zumindest akzeptable schwedische Calmess über mich gelegt. Beim näheren Betrachten ist es nämlich so, dass ich es immer wieder schaffe im Wettkampf mit mir selbst zu stehen. Wenn ich bei einem Preis mitmache, MUSS ich gewinnen, weil sonst: Looser. Wenn ich mir zwei Wochen Zeit nehme zum Schreiben, MUSS ich 10 Seiten am Tag schaffen, sonst: Looser. Wenn ich ein Buch veröffentliche, MUSS es besser sein als 90 % aller anderen im gleichen Zeitraum, sonst: … na ihr wisst schon. Das ist anstrengend und führt dazu, dass ich ziemlich viel von dem verpasse, was sich bereits in meinem wirklich sehr schönen Leben befindet. Eine gute Ehe z.B. (heute exactement 18 Jahre!), gesunde Kinder, Zeit für Kreativität, enge Freunde, die mich mögen – selbst als Looser, Leser*innen, die mir tolles Feedback geben und auf das nächste Buch warten.
Aber ich sah mich bereits mit dem Preis in den Händen auf der Frankfurter Buchmesse, dann beim Interview mit der Zeit Online. Nun fällt mir auf, dass Letzteres der eigentliche Grund war, warum ich unbedingt diesen Preis gewinnen wollte (auf dessen Longlist ich noch nicht einmal stehe – Looser!!!), Ein ernsthafter Artikel in einer landesweiten Zeitung, da muss doch was gehen? Letztlich misst sich Erfolg doch an der Anzahl der Leser*innen, die ein Buch hat. Oder? Oder?
Ich mag dieses Wegdriften vom eigentlichen Tun nicht. Ich mag in meinem Kämmerlein sitzen und zwischen den digitalen Seiten meiner Geschichten verschwinden. Mag meinen Figuren begegnen, ihnen zuhören, sie doof finden, gut finden, umkommen- und wiederauferstehen lassen.
Doch wenn ich den Blick von der Tastatur hebe, schreit mein Kopf: Beweise! (Für’s gut genug sein, für’s erfolgreich sein, für die Berechtigung einfach abzutauchen, wo doch die Küche auch mal wieder gewischt werden könnte, oder noch mehr Geld verdient werden könnte). Der Feind ist nicht da draußen, steckt in keiner Jury, keinem Verlag, keiner Bloggerin und auch keinem Leser. Der Feind steckt in mir. Heute ergebe ich mich. Verbinde meine Wunden, beiße die Zähne zusammen, senke den Kopf über die Tatstatur und hoffe, dass meine Figuren stärker sind als ich, mich an die Hand nehmen und mitnehmen ins Gelobte Land. Amen.

Foto am 31.07.19 um 10.28.jpg

Lovelybooks Leserpreis

Lovelybooks_Leserpreis

Nominiert in der Sparte Jugenbuch, wie fein, ich freue mich! Jede weitere Stimme zählt, nur die mit vielen Nominierungen kommen weiter. Wer mit abstimmen / nominieren mag, hier entlang:

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2018/nominierungen/jugendbuch/

Auf „Buch nominieren“ klicken, Titel suchen, draufklicken – fertig. : )

Stille.

Plötzlich ist es so still um mich herum. Der Sommer vorbei, die Aufregung auch, der Alltag zurück. Auf leisen Sohlen herangeschlichen, als es wild um mich schäumte. Eigentlich ganz schön. Während ich Hoop noch im Arm wiege, linse ich in Richtung GLoov, in Vorfreude auf den November, diesem windigen, nebligen, kuddeligen Monat, in dem ich mich endlich wieder ans Schreiben setze, um Gloov zu Ende zubringen. Danach beginnt mein Lieblingspart, das Überarbeiten. Ich rieche jetzt schon den Tee, den ich dabei trinken werde, schmecke die Kekse, ohne die ein ordentlicher Schreibtag einfach nichts ist, höre den Wind vor dem Fenster rauschen. Hach, das wird schön. Aufregung ist prima für eine Zeit lang, aber schreiben, abtauchen, Worte finden – das ist es, worum es eigentlich geht. Worum es für mich geht. Das andere ist das Lametta.

Fliegende Seiten

So, nun die Geschichte mit den fliegenden Seiten. Mega organisiert habe ich sechzig Bücher bestellt, um bei der Buchvorstellung am Samstag top ausgestattet zu sein. Zwei Kartons kamen dann auch recht zügig zu mir nach Hause. Jedes Buch einzeln eingeschweißt. Sah schön aus, wenn ich auch fand, dass es ein bisschen viel Folienmüll ist. Einen Tag später öffnete ich eines der Bücher, schließlich muss ich ja aus irgendetwas vorlesen. Weiterlesen „Fliegende Seiten“

Steine, die den Weg verschönern

Ist gibt diesen Spruch, angeblich von Woody Allen: „Die Ehe ist der Versuch zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte.“ So ungefähr fühlt sich gerade das Verhältnis zu meiner Buchveröffentlichung an. Es kommen Herausforderungen des Weges, von denen ich keine Ahnung hatte, dass es sie gibt. Weiterlesen „Steine, die den Weg verschönern“