Lovelybooks Leserpreis

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Nominiert in der Sparte Jugenbuch, wie fein, ich freue mich! Jede weitere Stimme zählt, nur die mit vielen Nominierungen kommen weiter. Wer mit abstimmen / nominieren mag, hier entlang:

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2018/nominierungen/jugendbuch/

Auf „Buch nominieren“ klicken, Titel suchen, draufklicken – fertig. : )

My own limitations

Seit der Veröffentlichung meines Buches habe ich das Bedürfnis mich der Socialmedia Welt nur happy-preppy zu präsentieren. Bloß keine Schwäche zeigen, nicht zugeben, dass man morgens, mittags, abends Verkaufzahlen checkt und dann frustriert in die Tischkante beißt. Oder ein Rad schlägt, weil 1000 Seiten in der Online-Ausleihe gelesen wurden. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, denn ich habe mich gar nicht getraut, etwas zu erwarten. Ich wollte Lob, aber Geld – pfui deibel! – darum geht es hier gefälligst nicht! Lob bekomme ich, offenbar funktioniert hier das „Law of attraction“ ganz ausgezeichnet (und bitte jetzt nicht rückgängig machen, liebes Universum!!!). Aber Geld verdienen muss wehtun. Extrem anstrengend oder herausfordernd – auf jeden Fall irgendwie hart sein – man muss doch gefälligst spürbar etwas geleistet haben und nicht nur so neben dem Job und der Familie und dem Leben noch ein Buch schreiben und dann auch noch Geld dafür wollen. Bitte, wo kommen wir denn da hin! Nein, da habe ich mich ganz brav hinerzogen, dass bei mir nur der Schweiß auf meiner Stirn mit einem Cent pro Tropfen vergütet wird und sonst nix! Aber das da draußen in der Selfie-Welt, dem Nabelschau-Universum zugeben? Dabei finde ich Abziehbilder selber langweilig. Mag Ecken und Kanten, schräge Vögel, Eso-Eulen, Sucher und Finder, Stolperer und über-sich-selbst-Lacher. Steh-auf Männchen und Weibchen, die sich den Staub aus dem Gesicht wischen und mit Kriegsgebrüll ins nächste Projekt stürzen, sei es Häusle bauen, oder Firma gründen. Und ich weiß, dass das alles eine Frage des Glaubens ist: denke ich, dass der Champignon doch ein Knollenblätterpilz war, wird mir kotzübel und ich sehe grüne Kringel. Genauso kann ich Berge versetzen, wenn ich es denn nur für möglich halte. It’s all a question of my own limitations. Aber die haben leider auch eine lange Historie. Und dann fiel mir ein, dass es nur einen Weg raus gibt aus der Gedanken-Autobahn: kreativ sein. Kann alles sein, wobei ich ganz sicher nicht alles kann; Malen, singen, tanzen, schreiben, aus Müll Skulpturen bauen. Ich bleib beim Schreiben für heute. No limitations hier. Mein Wort, meine Gedanken, alles erlaubt, muss nicht glänzen. Schon spüre ich ein Lüftchen um die Nase. No limitations, nichts wollen. Und da grinst sie mich von der Seite an: Freiheit. Puh, wie gut, dass es das gibt.

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Stille.

Plötzlich ist es so still um mich herum. Der Sommer vorbei, die Aufregung auch, der Alltag zurück. Auf leisen Sohlen herangeschlichen, als es wild um mich schäumte. Eigentlich ganz schön. Während ich Hoop noch im Arm wiege, linse ich in Richtung GLoov, in Vorfreude auf den November, diesem windigen, nebligen, kuddeligen Monat, in dem ich mich endlich wieder ans Schreiben setze, um Gloov zu Ende zubringen. Danach beginnt mein Lieblingspart, das Überarbeiten. Ich rieche jetzt schon den Tee, den ich dabei trinken werde, schmecke die Kekse, ohne die ein ordentlicher Schreibtag einfach nichts ist, höre den Wind vor dem Fenster rauschen. Hach, das wird schön. Aufregung ist prima für eine Zeit lang, aber schreiben, abtauchen, Worte finden – das ist es, worum es eigentlich geht. Worum es für mich geht. Das andere ist das Lametta.

Fliegende Seiten

So, nun die Geschichte mit den fliegenden Seiten. Mega organisiert habe ich sechzig Bücher bestellt, um bei der Buchvorstellung am Samstag top ausgestattet zu sein. Zwei Kartons kamen dann auch recht zügig zu mir nach Hause. Jedes Buch einzeln eingeschweißt. Sah schön aus, wenn ich auch fand, dass es ein bisschen viel Folienmüll ist. Einen Tag später öffnete ich eines der Bücher, schließlich muss ich ja aus irgendetwas vorlesen. Weiterlesen „Fliegende Seiten“

Steine, die den Weg verschönern

Ist gibt diesen Spruch, angeblich von Woody Allen: „Die Ehe ist der Versuch zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte.“ So ungefähr fühlt sich gerade das Verhältnis zu meiner Buchveröffentlichung an. Es kommen Herausforderungen des Weges, von denen ich keine Ahnung hatte, dass es sie gibt. Weiterlesen „Steine, die den Weg verschönern“

Kopf hoch

Ich hatte einen Traum. Eigentlich mehr eine sehr lebendige Visualisierung. Ich befand mich unter einem Strom von Licht und Energie und blickte hoch. Dann kam mir der Gedanke »Warum liege ich eigentlich darunter? Müsste ich nicht darüber sein?« Und plötzlich war ich ein Vogel, der über dem Energiestrom hinwegsauste, um sich dann immer wieder kopfüber in den Strom zu stürzen, einzutauchen und wie ein Fisch mitzuschwimmen. Ich traute mich aber nicht im Strom zu bleiben und mitreißen zu lassen, als tauchte ich auf, wieder ein, auf, unentschieden und wankelmütig.

Mir ist relativ klar, was der Traum, die Vision zu bedeuten hat. Ich bin kurz davor mein Buch zu veröffentlichen und ich bekomme es mit der Angst zu tun. Ich möchte stolz sein, aber nicht übermütig. Ich möchte mich freuen, mich aber nicht darin verlieren. Ich möchte geachtet werden, aber fürchte mich vor Ablehnung. Und ich weiß: da muss ich durch. Meine Angstmechanismen versuchen auf die Bremse zu treten und den Zug vom Gleis zu holen, mein Wille hält eisern dagegen und schreit »Schaff ich!« Mein Ego wankt zwischen Größenwahn und zermürbenden Zweifeln. Aber ich weiß: da muss ich durch. Ich habe Angst. Ich freue mich. Ich bin stolz. Ich bin nackt. Ich schaffe das. Kopf hoch.

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Muße, die

Wer küsst besser, die Muse oder die Muße?

Sie haben auf jeden Fall sehr unterschiedliche Temperamente, denn während die Muse das Gemüt eines Klammeräffchens hat und feuchte, penetrante Küsse verteilt, so ist die Muße doch eher gemütlich. Erst mal Kaffee trinken. Dann vielleicht noch ein Stück Zwetschgenkuchen. Dann ein Küsschen. Worum geht’s noch mal? Ach ja, Buch veröffentlichen. Gemach, gemach, draußen scheint die Sonne, der See ist warm, die Freunde nett. Musst dich ja auch noch vom Theaterspielen erholen, so eine Aufregung! Aber das Cover ist schön, danke Jessica, da hast du mir einen Haufen Stress von den Schultern genommen.

Derweil scharrt Band 1 ungeduldig mit den Hufen, schnaubt, bereit, sich hinauszustürzen aus der Dunkelheit des Laptops, raus, raus, raus, macht Platz! Band 2 hockt etwas beleidigt im Sessel rum, drei Kapitel hängen noch im Notizbuch fest, das Letzte sogar noch im Kopf der Autorin. Geht’s hier mal weiter? Zack, klammert die Muse sich an meinem Hals fest, die Muße beruhigt: Gemach, gemach, jetzt ist erst mal Band 1 dran. Die Muse schleckt mir über das Gesicht und flüstert: »Jetzt, jetzt, so lange die Leidenschaft noch warm ist.« Ich atme durch, schüttel der Muße die Hand, etwas fester, damit sie nicht gleich wieder abhaut, schiebe die Muse sanft, aber bestimmt von mir und kremple die Ärmel hoch. Und da vernehme ich ein leises Kichern aus der hintersten Ecke meines Gehirns. Band 3 macht sich bereit für ihren Auftritt.

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Zwischen hier und da

Seit ich wieder probe, komme ich weniger zum bloggen. Tatenlos bin ich dennoch nicht. In Lichtgeschwindigkeit rase ich auf den 15. September zu, dem Tag der Buchveröffentlichung, der eine Reise von drei Jahren markieren wird und natürlich trotzdem auch »nur« ein Anfang ist. Der Anfang einer Trilogie z. B., die Geburt, wenn man so will, von etwas das ich noch nicht in Zeiträume fassen kann. Um diesen Tag dreht sich neben den Proben gerade alles. Heute saß ich mit einer wunderbaren Person zusammen, die mir hilft Struktur in die verworrenen Fäden zu bringen. Und je länger wir sprachen, umso mehr kristallisierte sich heraus, wonach ich eigentlich strebe, als Mensch, aber auch als Autorin und Schauspielerin, eigentlich in allen meinen Arbeiten: Wahrhaftigkeit. Ich ertappe mich gerade oft dabei, wie ich sie zu verlieren drohe, z. B. durch Eitelkeiten, wenn ich mir überlege, wie ich mich in der Social Media Welt präsentieren soll/kann/will. Es ist okay eitel zu sein, aber es ist nicht okay sich dahinter zu verstecken, weil man Angst hat, dass das ungeschönte Selbst nicht wertvoll genug ist. Ich möchte echt sein. Ich möchte echten Kontakt mit echten Menschen. On- und offline. Mit meiner Arbeit und in meinem Leben. Und wahrscheinlich werde ich mich noch oft manipulieren und immer wieder Schiss haben. Aber ich nehme es mir vor und starte jetzt. Genau jetzt!

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Fragment: Gelobtes Land

»Du musst sie schlagen, damit sie dich ernst nehmen. Lass dir das gesagt sein. Wenn du zu freundlich bist, tanzen sie dir auf der Nase herum. So wie die da.« Er nickt in meine Richtung. »Wenn ich jemals den Ausweis zum Passieren verloren hätte, weißt du, was mein Vater dann mit mir gemacht hätte?« Weiterlesen „Fragment: Gelobtes Land“

In the jungle – Willkommen in der Welt der Selfpublisher

Mir qualmt der Kopf. Seit gut drei Wochen begebe ich mich tiefer und tiefer in den Selfpublisher-Marketing-Dschungel und es ist keine Ende in Sicht. Ein Artikel führt zu sechs anderen, die haben wieder fünf weitere Unterthemen etc., etc. Manche sind sehr lustig, also im Sinne von unfreiwillig komisch. So hat eine Seite z. B. eine gute Textaufmachung, aber der Typ auf dem Foto sieht dafür wie aus der Muppetshow aus. Weiterlesen „In the jungle – Willkommen in der Welt der Selfpublisher“