Lebenszeichen

Ich lebe noch, nur mal so als Info. Und es passiert eine Menge, um mich herum und in der Welt sowieso. Persönlich wichtigstes Update: „Gelobtes Land – Gloov“ ist fast ready to go. Das Cover steht, die Messe-Goodies sind entschieden, die Lesung auf der Leipziger Buchmesse eingeloggt (21. März 14:30 Uhr – 15 Uhr, Leseinsel Phantastik 1: Halle 2, Stand K500/H501). Ich werde zusammen mit der Autorin Annina Safran in Halle 2 im Übergangsbereich von Kinder- und Jugendbuch zu Phantastik mit einem Stand vertreten sein. Wer den Weg zu uns findet, wird mit Kaffee und Süßem belohnt und es gibt noch eine Überraschung! Ich freue mich darauf!

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Hüpf, hüpf – freu!

Eine wunderbare Rezension über Gelobtes Land – Hoop auf Recensio Online, ein toller Literaturblog, der 2018 Finalist des Buchblog-Award war. Ich bin glücklich! Danke!

https://recensio-online.blogspot.com/2019/01/christine-heimannsberg-gelobtes-land.html?fbclid=IwAR0SqEFvnrDF11c7SmLv9VLiIiHiV-C7Sn7Zh0GL3zJVuNE9HyoW7dw0D9c

Adventsspiel Teil 4

Das Jahr neigt sich dem Ende zu, Weihnachten steht vor der Tür. Alles wird langsamer. Ich zumindest. Im Denken, im Handeln, selbst im Fühlen. Das hat was, und als ein Mensch der ungern von alleine pausiert, auch ein Muss. Ich habe lange nicht verstanden, warum im Bayern von der staaden Zeit gesprochen wird, in Berlin war nicht so viel mit „staad“. Jetzt, fünf Jahre später, wirkt sie auch bei mir.

Ich wünsche euch allen ruhige, erholsame und schöne Feiertage und einen fulminanten Rutsch ins neue Jahr. Vielen Dank all jenen, die mich in diesem Jahr begleitet haben! Vielen Dank an meine Leser, vielen Dank für die vielen tollen, ermutigenden Rückmeldungen und vielen Dank dafür, dass Nähe entstehen durfte! Kommt gesund und munter rüber – wir hören uns!

Advents-Spiel: Gewinne Band 2 als exklusiven Vorabdruck!

Ich habe mir ein Adventsspiel für euch ausgedacht (nix da mit staader Zeit!). Über die Adventswochen werde ich imer wieder kurze Abschnitte aus meinem Buch „Gelobtes Land – Hoop“ vorlesen. Einmal jedoch, wird der Text nicht aus HOOP, sondern aus GLOOV, dem 2. Band sein. Unter denen, die diese „eingeschleuste“ Lesung richtig bennen, verlose ich den zweiten Band als exklusiven Vorabdruck noch vor der Veröffentlichung im März ’19. Viel Spaß!

Mel-an-schnee-lie

Heute früh begrüßte uns der erste Schnee und so hübsch und friedlich er sich auch gab, hat er mir eine merkwürdig melancholische Stimmung verpasst. Als hätte er irgendeine Idee oder Vorhaben zunichtegemacht. Hab ja eigentlich nichts gegen Schnee und dem Kater gefällt’s auch, solange er nicht raus muss und wir endlich die Heizung mal richtig anmachen, weil selbst ich mir jetzt nicht mehr vorgaukeln kann, dass es eigentlich noch ganz mild ist.

Und so schleppe ich diese Melancholie mit mir herum und sie zieht ein Beweis nach dem anderen an, dass heute aber auch wirklich ein öddeliger Tag ist: Termine die nicht klappen, Nachrichten die mir missfallen, der Liebste auf Reisen gegangen, um durch die Welt zu tanzen (im wahrsten Sinne des Wortes) und das Arbeiten ist zäh. Ich weigere mich zu schreiben, wird eh nur Schrott bei rauskommen. Ich tue mir selber leid, sehr, denn ich mag nicht demoralisiert sein. Und mit der Melancholie kommt der Gedanke um die Ecke geschlichen: Warum machst du es so kompliziert? Sei doch mit dem, was du hast und was du tust, zufrieden. Niemand zwingt dich, Bücher zu schreiben, dich selbst zu verwirklichen (vor allem, wer sagt, dass hier die Wirklichkeit verborgen liegt?), auf drei Hochzeiten und mehr gleichzeitig zu tanzen.  Werd‘ doch lieber gelassen älter, lasse überholte Erwartungshaltungen hinter dich, wen kümmert’s?

Mit einer entschiedenen Handbewegung wischt Engelchen Teufelchen von der Schulter, vielleicht verhält es sich aber auch genau anders herum, wer weiß das schon?

„Jetzt mal nicht schlapp machen“, kreischt es. „So’n Tag Melancholia wird dich wohl nicht vom Weg abbringen! Spinnst du???“

Ich drehe den Kopf weg und halte mir das linke Ohr zu.

»Wofür tust du’s?«, fragt das Engelchen herrisch. Ich lassen den Kopf hängen und murmel: „Weil es mich glücklich macht.“

»Lauter!«, befiehlt das Engelchen.

»Weil’s mich glücklich macht«, versuche ich es ein bisschen kräftiger.

»Noch lauter!«, brüllt das Engelchen.

»Weil’s mich glücklich macht!«, schreie ich.

»Was macht es dich?«

»Glücklich!!!«

»Und was muss man dann tun?«

»Weitermachen«, antworte ich.

»Passt«, sagt das Engelchen und hockt sich wieder auf meine Schulter, wo es augenblicklich in einen Tiefschlaf verfällt. Die Melancholie ist zwar nicht verflogen, hat aber eine Spur mehr Tango mit drin. Teufelchen streichelt mir betörend über die Wange.

»Hau ab«, sag ich.

»Geht nicht, ich wohn‘ hier«, antwortet es.

»Dann schlaf.«

Ein bisschen hampelt Teufelchen noch rum, aber schließlich bin ich ihm zu langweilig und auch er pennt ein. Bis zum nächsten Schnee vielleicht.

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Lovelybooks Leserpreis

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Nominiert in der Sparte Jugenbuch, wie fein, ich freue mich! Jede weitere Stimme zählt, nur die mit vielen Nominierungen kommen weiter. Wer mit abstimmen / nominieren mag, hier entlang:

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2018/nominierungen/jugendbuch/

Auf „Buch nominieren“ klicken, Titel suchen, draufklicken – fertig. : )

Paris

Paris erinnert mich an New York. Ich dachte immer London wäre die europäische Stadt, die am ehesten vergleichbar wäre, aber das stimmt nicht. Ich habe vier Jahre in New York gelebt und ich liebe die Stadt, ihre Atmosphäre, ihre eigenwilligen Bewohner und den Herzschlag und ich habe nun seit langer, langer Zeit an einem anderen Ort ein ähnliches Grundgefühl gehabt. Verrückt, dass so leicht gewesen wäre mir abzuholen, was ich oft so vermisste, ohne erst acht Stunden fliegen zu müssen. Wie schön, es jetzt zu wissen. Sollte ich zukünftig in anderen Genres schreiben, komme ich hierher um mir Inspiration zu holen. Dystopien passen nicht zu Paris.

Heute ist der letzte Abend unserer ersten Mutter-Tochter-Städtekennenlern-Reise, etwas wehmütig, weil fast zuende, etwas vorfreudig, weil es zuhause auch schön ist und sehr, sehr dankbar für die Erkenntnis, die ich mitnehmen darf.