Lovelybooks Leserpreis

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Nominiert in der Sparte Jugenbuch, wie fein, ich freue mich! Jede weitere Stimme zählt, nur die mit vielen Nominierungen kommen weiter. Wer mit abstimmen / nominieren mag, hier entlang:

https://www.lovelybooks.de/leserpreis/2018/nominierungen/jugendbuch/

Auf „Buch nominieren“ klicken, Titel suchen, draufklicken – fertig. : )

Paris

Paris erinnert mich an New York. Ich dachte immer London wäre die europäische Stadt, die am ehesten vergleichbar wäre, aber das stimmt nicht. Ich habe vier Jahre in New York gelebt und ich liebe die Stadt, ihre Atmosphäre, ihre eigenwilligen Bewohner und den Herzschlag und ich habe nun seit langer, langer Zeit an einem anderen Ort ein ähnliches Grundgefühl gehabt. Verrückt, dass so leicht gewesen wäre mir abzuholen, was ich oft so vermisste, ohne erst acht Stunden fliegen zu müssen. Wie schön, es jetzt zu wissen. Sollte ich zukünftig in anderen Genres schreiben, komme ich hierher um mir Inspiration zu holen. Dystopien passen nicht zu Paris.

Heute ist der letzte Abend unserer ersten Mutter-Tochter-Städtekennenlern-Reise, etwas wehmütig, weil fast zuende, etwas vorfreudig, weil es zuhause auch schön ist und sehr, sehr dankbar für die Erkenntnis, die ich mitnehmen darf.

Teil 2: my own limitations

Ich hatte heute einen Aha-Moment. Vielen Dank auch an meine Freundin Gabi und unseren manchmal wirklich sehr erhellenden Morgen-Hunde-Runden!

Aber von Anfang an. Momentan arbeite ich in meiner Funktion als Hörfilm-Autorin an der Audiodeskription eines Films, der 1978/79 spielt und als Grundthema fehlende Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern hat. Ein toller Film mit einem klasse Drehbuch und fantastischen Schauspielern/innen. Ein Film, der mich auf vielen Ebenen packt (bin ich doch auch ein Kind der 70 iger / 80 iger Jahre), und der einem schmerzlich bewusst macht, dass das, was wir als Gleichberechtigung empfinden, noch sehr jung ist und das Ziel – hundertprozentige Gleichstellung von Mann und Frau – noch nicht erreicht. Und heute Morgen, bei der Gassirunde, fiel es mir wie Schuppen von den Augen: Was, wenn das, was ich im letzten Beitrag „my own limitations“ nannte, gar nicht „my own limitations“ sind, sondern vielmehr gesellschaftliche? Ist es vielleicht so, dass wir tief in uns drinnen glauben, dass es für eine Frau nicht angemessen ist, durch Arbeit reich zu werden? Bis 1975 brauchte eine Frau noch die Unterschriftserlaubnis ihres Ehemannes, um überhaupt arbeiten zu dürfen. Das war nicht im Mittelalter, sondern die Realität vieler unserer Mütter. Wie viele Frauen kann ich aufzählen, die aus eigener Kraft reich geworden sind? Wie viele Unternehmerinnen kenne ich? Bei meiner Auflistung der Frauen, die durch Arbeit reich geworden sind, fielen mir folgende Namen spontan ein: Coco Chanel, J. K. Rowling, Elisabeth Gilbert, Edith Piaf, Ophra Winfrey, Rita Falk, Madonna – natürlich sämtliche Pop- und Filmstars (Letztere verdienen durch die Reihe weniger als Männer mit vergleichbaren Publikumserfolg) – also alles Frauen aus kreativen Berufen. Um reiche Top-Unternehmerinnen zu finden musste ich googeln. Eine Spiegel-Online-Ausgabe von 2017 listete die 11 erfolgreichsten Unternehmerinnen auf, davon sind sieben entweder durch Ehe oder Erbe an die Firmenspitze gekommen. Nicht missverstehen, um so etwas zu wuppen, muss man super intelligent, ehrgeizig und zielstrebig sein. Die Frage besteht einzig und alleine für mich darin, ob im kollektiven Bewusstsein so etwas wie ein „bä-bä“ auftaucht, wenn eine Frau Reichtum durch Arbeit erlangt. Und ob dies nicht unbewusst so viele von uns daran hindert unsere Arbeit wertzuschätzen. In Form von Geld. Denn wer will schon „bä-bä“ sein? Komischerweise fühle ich mich seit dem Gedanken befreit. Weil es heißt, dass es veränderbar ist. Weil wir mitten in einer neuen Welle der Emanzipation stecken, die an allen Ecken und Enden hoch schwappt. Frauen haben genug davon, die zweite Geige zu spielen. Sie wollen starke Kerle an ihrer Seite, mit denen sie sich positiv messen können. Gleichheit für alle. Auf Augenhöhe sein. Alles dürfen nichts müssen. Ohne Bä und Aber.

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My own limitations

Seit der Veröffentlichung meines Buches habe ich das Bedürfnis mich der Socialmedia Welt nur happy-preppy zu präsentieren. Bloß keine Schwäche zeigen, nicht zugeben, dass man morgens, mittags, abends Verkaufzahlen checkt und dann frustriert in die Tischkante beißt. Oder ein Rad schlägt, weil 1000 Seiten in der Online-Ausleihe gelesen wurden. Ich weiß nicht, was ich erwartet habe, denn ich habe mich gar nicht getraut, etwas zu erwarten. Ich wollte Lob, aber Geld – pfui deibel! – darum geht es hier gefälligst nicht! Lob bekomme ich, offenbar funktioniert hier das „Law of attraction“ ganz ausgezeichnet (und bitte jetzt nicht rückgängig machen, liebes Universum!!!). Aber Geld verdienen muss wehtun. Extrem anstrengend oder herausfordernd – auf jeden Fall irgendwie hart sein – man muss doch gefälligst spürbar etwas geleistet haben und nicht nur so neben dem Job und der Familie und dem Leben noch ein Buch schreiben und dann auch noch Geld dafür wollen. Bitte, wo kommen wir denn da hin! Nein, da habe ich mich ganz brav hinerzogen, dass bei mir nur der Schweiß auf meiner Stirn mit einem Cent pro Tropfen vergütet wird und sonst nix! Aber das da draußen in der Selfie-Welt, dem Nabelschau-Universum zugeben? Dabei finde ich Abziehbilder selber langweilig. Mag Ecken und Kanten, schräge Vögel, Eso-Eulen, Sucher und Finder, Stolperer und über-sich-selbst-Lacher. Steh-auf Männchen und Weibchen, die sich den Staub aus dem Gesicht wischen und mit Kriegsgebrüll ins nächste Projekt stürzen, sei es Häusle bauen, oder Firma gründen. Und ich weiß, dass das alles eine Frage des Glaubens ist: denke ich, dass der Champignon doch ein Knollenblätterpilz war, wird mir kotzübel und ich sehe grüne Kringel. Genauso kann ich Berge versetzen, wenn ich es denn nur für möglich halte. It’s all a question of my own limitations. Aber die haben leider auch eine lange Historie. Und dann fiel mir ein, dass es nur einen Weg raus gibt aus der Gedanken-Autobahn: kreativ sein. Kann alles sein, wobei ich ganz sicher nicht alles kann; Malen, singen, tanzen, schreiben, aus Müll Skulpturen bauen. Ich bleib beim Schreiben für heute. No limitations hier. Mein Wort, meine Gedanken, alles erlaubt, muss nicht glänzen. Schon spüre ich ein Lüftchen um die Nase. No limitations, nichts wollen. Und da grinst sie mich von der Seite an: Freiheit. Puh, wie gut, dass es das gibt.

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Stille.

Plötzlich ist es so still um mich herum. Der Sommer vorbei, die Aufregung auch, der Alltag zurück. Auf leisen Sohlen herangeschlichen, als es wild um mich schäumte. Eigentlich ganz schön. Während ich Hoop noch im Arm wiege, linse ich in Richtung GLoov, in Vorfreude auf den November, diesem windigen, nebligen, kuddeligen Monat, in dem ich mich endlich wieder ans Schreiben setze, um Gloov zu Ende zubringen. Danach beginnt mein Lieblingspart, das Überarbeiten. Ich rieche jetzt schon den Tee, den ich dabei trinken werde, schmecke die Kekse, ohne die ein ordentlicher Schreibtag einfach nichts ist, höre den Wind vor dem Fenster rauschen. Hach, das wird schön. Aufregung ist prima für eine Zeit lang, aber schreiben, abtauchen, Worte finden – das ist es, worum es eigentlich geht. Worum es für mich geht. Das andere ist das Lametta.

Fliegende Seiten

So, nun die Geschichte mit den fliegenden Seiten. Mega organisiert habe ich sechzig Bücher bestellt, um bei der Buchvorstellung am Samstag top ausgestattet zu sein. Zwei Kartons kamen dann auch recht zügig zu mir nach Hause. Jedes Buch einzeln eingeschweißt. Sah schön aus, wenn ich auch fand, dass es ein bisschen viel Folienmüll ist. Einen Tag später öffnete ich eines der Bücher, schließlich muss ich ja aus irgendetwas vorlesen. Weiterlesen „Fliegende Seiten“

Steine, die den Weg verschönern

Ist gibt diesen Spruch, angeblich von Woody Allen: „Die Ehe ist der Versuch zu zweit mit Problemen fertig zu werden, die man alleine nie gehabt hätte.“ So ungefähr fühlt sich gerade das Verhältnis zu meiner Buchveröffentlichung an. Es kommen Herausforderungen des Weges, von denen ich keine Ahnung hatte, dass es sie gibt. Weiterlesen „Steine, die den Weg verschönern“

Kopf hoch

Ich hatte einen Traum. Eigentlich mehr eine sehr lebendige Visualisierung. Ich befand mich unter einem Strom von Licht und Energie und blickte hoch. Dann kam mir der Gedanke »Warum liege ich eigentlich darunter? Müsste ich nicht darüber sein?« Und plötzlich war ich ein Vogel, der über dem Energiestrom hinwegsauste, um sich dann immer wieder kopfüber in den Strom zu stürzen, einzutauchen und wie ein Fisch mitzuschwimmen. Ich traute mich aber nicht im Strom zu bleiben und mitreißen zu lassen, als tauchte ich auf, wieder ein, auf, unentschieden und wankelmütig.

Mir ist relativ klar, was der Traum, die Vision zu bedeuten hat. Ich bin kurz davor mein Buch zu veröffentlichen und ich bekomme es mit der Angst zu tun. Ich möchte stolz sein, aber nicht übermütig. Ich möchte mich freuen, mich aber nicht darin verlieren. Ich möchte geachtet werden, aber fürchte mich vor Ablehnung. Und ich weiß: da muss ich durch. Meine Angstmechanismen versuchen auf die Bremse zu treten und den Zug vom Gleis zu holen, mein Wille hält eisern dagegen und schreit »Schaff ich!« Mein Ego wankt zwischen Größenwahn und zermürbenden Zweifeln. Aber ich weiß: da muss ich durch. Ich habe Angst. Ich freue mich. Ich bin stolz. Ich bin nackt. Ich schaffe das. Kopf hoch.

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Gelobtes Land

Herzlichen Dank, für diese wunderbare Vorab-Rezension! Bookrelease ist der 15.9.2018. E-Book Vorbestellungen ab jetzt möglich auf Amazon, Print ab 15.9.2018 in Buchhandlungen und Onlineshops.

Leseecke Blog

Autorin: Christine Heimannsberg
Verlag: Bookmundo

Worum geht’s (Klappentext)

In Europa ist nichts mehr wie es war: Nach dem Vorfall ist der länderreiche Kontinent auf einen Bruchteil seiner Größe reduziert und wird von einer restriktiven Regierung sowie archaischen Clans beherrscht. Die oberste Maxime lautet, das Überleben der männlichen Nachkommen zu sichern.

Als die achtzehnjährige Lore von einem Treffen mit ihrer heimlichen Liebe Jul auf den elterlichen Hof zurückkommt, bricht die Katastrophe über sie herein. Der Anführer des Nachbarclans ist tot – in Notwehr erschlagen von ihrem jüngeren Bruder Jame. Lore muss mit ihm fliehen und alles zurücklassen. Ihr Ziel: das Gelobte Land, ein mystischer Sehnsuchtsort, von dem niemand weiß, ob es ihn wirklich gibt, oder wo er sich befindet.

HOOP – Der erste Band zur Trilogie über Hoffnung, Glaube und Liebe in einer vom Klimawandel und der Macht des Stärkeren gezeichneten Zukunft.

Rezension

Ich bin wirklich verärgert. Nach zwei Leseabenden ist…

Ursprünglichen Post anzeigen 256 weitere Wörter

Muße, die

Wer küsst besser, die Muse oder die Muße?

Sie haben auf jeden Fall sehr unterschiedliche Temperamente, denn während die Muse das Gemüt eines Klammeräffchens hat und feuchte, penetrante Küsse verteilt, so ist die Muße doch eher gemütlich. Erst mal Kaffee trinken. Dann vielleicht noch ein Stück Zwetschgenkuchen. Dann ein Küsschen. Worum geht’s noch mal? Ach ja, Buch veröffentlichen. Gemach, gemach, draußen scheint die Sonne, der See ist warm, die Freunde nett. Musst dich ja auch noch vom Theaterspielen erholen, so eine Aufregung! Aber das Cover ist schön, danke Jessica, da hast du mir einen Haufen Stress von den Schultern genommen.

Derweil scharrt Band 1 ungeduldig mit den Hufen, schnaubt, bereit, sich hinauszustürzen aus der Dunkelheit des Laptops, raus, raus, raus, macht Platz! Band 2 hockt etwas beleidigt im Sessel rum, drei Kapitel hängen noch im Notizbuch fest, das Letzte sogar noch im Kopf der Autorin. Geht’s hier mal weiter? Zack, klammert die Muse sich an meinem Hals fest, die Muße beruhigt: Gemach, gemach, jetzt ist erst mal Band 1 dran. Die Muse schleckt mir über das Gesicht und flüstert: »Jetzt, jetzt, so lange die Leidenschaft noch warm ist.« Ich atme durch, schüttel der Muße die Hand, etwas fester, damit sie nicht gleich wieder abhaut, schiebe die Muse sanft, aber bestimmt von mir und kremple die Ärmel hoch. Und da vernehme ich ein leises Kichern aus der hintersten Ecke meines Gehirns. Band 3 macht sich bereit für ihren Auftritt.

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