Kopf hoch

Ich hatte einen Traum. Eigentlich mehr eine sehr lebendige Visualisierung. Ich befand mich unter einem Strom von Licht und Energie und blickte hoch. Dann kam mir der Gedanke »Warum liege ich eigentlich darunter? Müsste ich nicht darüber sein?« Und plötzlich war ich ein Vogel, der über dem Energiestrom hinwegsauste, um sich dann immer wieder kopfüber in den Strom zu stürzen, einzutauchen und wie ein Fisch mitzuschwimmen. Ich traute mich aber nicht im Strom zu bleiben und mitreißen zu lassen, als tauchte ich auf, wieder ein, auf, unentschieden und wankelmütig.

Mir ist relativ klar, was der Traum, die Vision zu bedeuten hat. Ich bin kurz davor mein Buch zu veröffentlichen und ich bekomme es mit der Angst zu tun. Ich möchte stolz sein, aber nicht übermütig. Ich möchte mich freuen, mich aber nicht darin verlieren. Ich möchte geachtet werden, aber fürchte mich vor Ablehnung. Und ich weiß: da muss ich durch. Meine Angstmechanismen versuchen auf die Bremse zu treten und den Zug vom Gleis zu holen, mein Wille hält eisern dagegen und schreit »Schaff ich!« Mein Ego wankt zwischen Größenwahn und zermürbenden Zweifeln. Aber ich weiß: da muss ich durch. Ich habe Angst. Ich freue mich. Ich bin stolz. Ich bin nackt. Ich schaffe das. Kopf hoch.

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