Alte Heimat

Windig und ein bisschen wild, frisch und grün. Die Sonne steht höher. Die Luft riecht anders.  Der Slang, vertraut, als wäre ich immer hier. Steckt alles in mir drin, verpackt in Kisten der Erinnerung, die aufpoppen, sobald ich in den Norden komme, und sich schließen, wenn ich ihm den Rücken kehre. Bin nicht lost, nur etwas von der Rolle von so vielen kenn-ich-war-da-ewig-her-Eindrücken. So vieles hat den Weg in GL gefunden, wusste ich schon, doch spüren tu ich es hier deutlicher. Von einer Heimat in die andere, Reisen, innere und äußere, ein begleitendes Thema. Meines, das meiner Mutter, das von der Oma sowieso, die flüchten musste, in einer anderen Zeit. Vererbt sich das Gefühl? Wird diese innere Unruhe, das Rausgerissen-Sein, von Generation zu Generation weitergegeben, bis es bei irgendeiner (Ur)-Enkelin in einem Globetrotter-Lifestyle endlich zur Ruhe finden kann? Als Kind liebte ich das Lagerfeuerlied »Heute hier, morgen dort«, diese melancholische Sehnsucht fortzugehen und mit einem Seufzen zurückzublicken. Jetzt summt es in meinem Kopf vor sich hin, während ich meine frühere Welt etwas erstaunt betrachte, und das Gefühl genieße für ein paar Tage am in der passenden Lücke eingerastet zu sein.

IMG_4912

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s